Sie wollen Ihre Fitness steigern? Machen Sie Ihr Bett!

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Ich bin kein Fan von Motivationssprüchen. Google sagt, dieser Spruch ist von Gandhi oder Churchill oder Dschingis Khan – dann wird’s wohl stimmen! Und überhaupt, passt er vielleicht gut ins Poesiealbum oder auf einen Kühlschrankmagnet aber stärker oder widerstandsfähiger ist von einem Spruch noch niemand geworden. Ich bin ein Fan von Lösungen, die wenig zeitlichen Aufwand bedeuten, nichts kosten und für jeden praktikabel sind. Vorausgesetzt man möchte aus seiner Wohlfühlzone heraus und sich bewusst einer Herausforderung stellen.

Die einfachste und gleichzeitig risikoärmste Methode ist es, ins kalte Wasser zu springen. Ok – man muss nicht springen. Es reicht, jeden Morgen eine kalte Dusche zu nehmen. „Wie kalt?“ So kalt wie möglich! „Oh Gott! Und wie lange?!“ So lange wie Sie möchten! „DAS KANN ICH NICHT!“ Gut. Dann sollten Sie es dingend TUN!

Ich möchte an diesem real vorgekommen Gesprächsbeispiel erklären, welche Vorteile es hat, sich der Kälte zu stellen. Einen kurzen Einblick habe ich hier schon einmal gegeben.

Vorteil 1: „Make your bed“

So lautet der Titel eines Buches von Navy Seal Admiral William H. McRaven. Seine Kernaussage: Die Welt zu verändern beginnt damit, dass man jeden Morgen sein Bett macht.

Diese, zugegeben etwas amerikanisch – pathetische Aussage, lässt sich reduzieren auf: Viele kleine Schritte ergeben eine große Veränderung. Auch wenn die Aufgabe noch so unwichtig scheint. Gerade das abarbeiten dieser scheinbar wenig wichtigen Tätigkeiten sorgt am Ende des Tages für den Fortschritt. Optimal, wenn man gleich nach dem Aufwachen damit anfangen kann. Auch nach Wochen widerstrebt ein Teil in mir, sich nach dem warmen Bett mit eiskaltem Wasser zu duschen. Ein anderer Teil weiß aber um das Wohlgefühl im Anschluss und dass der Schockmoment nur ein paar Augenblicke anhält. Nachdem ich diese erste Herausforderung des Tages bestanden habe, bin ich bereit, weiter fokussiert zu arbeiten. Hierbei gilt wie immer: Hören Sie auf Ihren Körper! Starten Sie mit 10 s kaltem Duschen im Anschluss an Ihre gewohnte Temperatur und steigern Sie sich zum Beispiel wöchentliche um 10 s. Nach spätestens einem Monat haben Sie die „kalte Phase“ überstanden und werden gar nicht mehr darüber nachdenken.

Vorteil 2: Trainieren Sie Ihre Kälteresistenz!

Ich erinnere mich noch gut daran. Vor ungefähr 6 Jahren bin ich im Herbst bis ca. 10 °C stets mit einem T-Shirt bekleidet unterwegs gewesen. Im Winter dann bis unter 0 °C nur im Pullover bekleidet. Habe ich gefroren? Nein! Mein Körper war darauf trainiert mich zu wärmen. Dann habe ich diese Gewohnheit unbewusst geändert und plötzlich schon bei 15 °C ein leichtes frösteln bemerkt. Warum? Auch die Kälteresistenz ist ein „Muskel“, der trainiert werden will. Wenn ich mich durchgängig bei klimatisierten 20 °C im Büro aufhalte, beim kleinsten Wind bereits eine Jacke überwerfe und mich gemütlich auf dem Sofa in eine Wolldecke mummle, werde ich selbstverständlich schneller frieren. Was noch eindrucksvoller ist: Obwohl ich wie beschrieben entgegen der landläufigen Empfehlung mit viel zu dünner Kleidung unterwegs war, war ich nie erkältet oder anderweitig krank. Heute weiß ich: Nicht Obwohl sondern Weil. Auch hier gilt: Hören Sie auf Ihren Körper. Wenn Sie zittern und sich unwohl fühlen ziehen Sie sich etwas an. Aber wenn Sie sich wohlfühlen und spüren, dass Ihr Körper von innen heizt – genießen Sie die Trainingseinheit für die Sie keinen teuren Fitnessstudiovertrag unterschreiben oder sich eine Stunde Zeit im stressigen Alltag nehmen müssen, ganz kostenlos und nebenbei.

Vorteil 3: Kalt duschen statt literweise Kaffee

Alles im Körper lässt sich auf chemische Vorgänge herunterreduzieren. So auch das, was passiert, wenn Sie „plötzlich“ unter eine kalte Dusche steigen: Es wird Adrenalin ausgeschüttet. Dieses Stresshormon stellt die Körperfunktionen auf „Achtung“ und „Alarm“. Nachdem wir zwischen 6 und 8 Stunden geschlafen und uns erholt haben und der Stresshormonspiegel nun langsam ansteigt, unterstützt eine kalte Dusche diesen Vorgang und macht schnell munter und leistungsfähig. Der Vorteil: Kälte am Beginn des Tages ist ein natürlicher Stressfaktor der uns hilft, den Biorhythmus zu optimieren. Der Kaffee der sonst unverzichtbar war kann reduziert werden. Gerade für chronisch stressgeplagte Menschen ein wichtiger Schritt zu mehr Energie am Tag.

Zu spüren ist der Adrenalinstoß vor allem an der Atemfrequenz. Zuerst werden Sie krampfartig einatmen und kurzzeitig hyperventilieren. Ihre Muskeln werden sich zusammenziehen, vielleicht entweicht Ihnen zu Anfang ein kleiner Schrei. Hier ist es wichtig tief und ruhig zu atmen und die Kontrolle nicht zu verlieren. Sie werden überrascht sein, dass sie nach ca. 10 -20 s ganz entspannt atmen können und die Situation weit weniger extrem wirkt, als noch zu Anfang. Nachdem diese akute Stressphase überwunden ist, hält man es weit länger unter dem kalten Wasser aus, als man vermuten würde.

Gute Lösungen sind vor allem einfache Lösungen die funktionieren!

Nach diesem Leitspruch kann ich Ihnen nur „kältestens“ empfehlen, jeden Tag mit einer kalten Dusche zu beginnen. Sie werden sich fitter und energiegeladener fühlen, mit einem Erfolgserlebnis in den Tag starten und nebenbei auch noch Ihre Kälteresistenz trainieren. Wenn es gut läuft: freuen Sie sich auf Ihre nächste Nebenkostenabrechnung!

Update:

Mit diesen 5 Tricks steigern, Sie einfach und effektiv Ihre Energie am Morgen! Viel Erfolg beim Ausprobieren!

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