Zeigen Sie ein bisschen mehr Haltung – Teil 2

Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten

Willkommen zum zweiten Teil der Artikelreihe zur Verbesserung der Haltung. Schön, dass Sie weiterhin Interesse am Thema haben! Haben Sie mal darauf geachtet? Haben Sie einmal in Ihren Körper hineingehorcht, wenn Sie sich bewegt haben? Welche Muskeln Sie vornehmlich gespürt haben. Wie natürlich sich Ihr Gangmuster anfühlt? Sehr gut! Dann steigen wir direkt ein in die Welt der Schlingen und Faszien.

Schlingen helfen uns den Kurs zu halten

Haben Sie sich schon einmal gewundert, warum Sie zwei Arme und zwei Beine haben? Zwei Brustmuskeln, zwei Gesäßhälften? Ganz einfach: Dieser symmetrische Aufbau des Körpers ermöglicht es uns, uns fortzubewegen. In der Mitte sitzt die Wirbelsäule, gewissermaßen als Mast an dem die Gliedmaßen und die zugehörigen Muskeln pendeln und uns Stabilität geben. Schaut man sich die Bewegungsmuster verschiedener Menschen im Detail an, gibt es feine Unterschiede. Was bei jedem Menschen gleich zu beobachten ist, sind die diagonalen Krabbel-, Schritt- und Wurfmuster. Diese Bewegungsmuster besitzen wir bereits seit der Geburt bzw. erwerben sie in einem frühen Alter. Sie verändern sich, wachsen werden feiner ausgeprägt (durch Übung also Bewegung) oder verkümmern (bei Nichtnutzung).

Die Zielbewegung gibt die Richtung fürs Training vor

 

Ein solches Bewegungsmuster ist der Wurf. Im Video sehen Sie ein Beispiel, bei dem ich die Wurfbewegung darstelle. Was auffällt, ist der zeitliche Versatz, in dem die einzelnen Körperteile die Kraft übertragen – ein klassisches biomechanisches Prinzip. Diese Bewegung ist Bestandteil der „Grundausbildung“ eines jeden Menschen. Sie wird frühzeitig in der Schule als Leistungskontrolle abgeprüft und in verschiedenen Sportarten als Standardspielaktion gebraucht. Haben Sie schon einmal versucht, mit der anderen Hand zu werfen? Bei den ersten Versuchen fühlt sich das sehr unrund an. Der Ursache dafür ist in der Effizienz des Körpers zu finden. Warum sollte er ein Bewegungsmuster in hoher Qualität abspeichern, wenn es so gut wie nie gebraucht wird?

Bewegungsmuster müssen genutzt werden!

Was, wenn ein Bewegungsmuster nun aber in schlechter Qualität vorliegt und wir es aber deutlich häufiger benötigen um fit und leistungsfähig zu bleiben? Was, wenn unser Gangbild sich durch jahrelanges Sitzen und Verkürzen stark verschlechtert hat? Was, wenn wir deshalb unter Verspannungen leiden? Dann ist es höchste Zeit, dieses Bewegungsmuster wieder neu zu aktivieren. Und zwar genau unter den Bedingungen in denen wir es im Alltag benötigen.

Der Körper ist ein großer Muskel – er benötigt Training!

 

Die Bewegung im zweiten Video zeigt eine Korrekturübung, welche die einzelnen Phasen der Wurfbewegung optimal vorbereitet und trainiert. Sie können sehen, wie auch hier die Körperteile nacheinander in die Bewegung einsteigen und diese zum Wurf werden lassen. Durch das bewusste durchspielen der einzelnen Phasen der Bewegung speichert das Gehirn dieses Bewegungsprogramm in neuer Ausführungsqualität und kann es so jederzeit in dieser Qualität abrufen. Das gleiche gilt für den Gang oder auch Lauf- und Sprungbewegungen.

Optimieren Sie Ihre natürlichen Bewegungsmuster!

Sie sehen, mit den richtigen Korrekturübungen können Bewegungsmuster qualitativ verbessert werden und Dysbalancen im Körper regulieren. Sie haben Verspannungen im Nacken-/ Halsbereich? Ihr Gang fühlt sich seit einiger Zeit unnatürlich an? Sie würden gerne öfter Laufen gehen aber es ist anstrengender als früher? Dann melden Sie sich bei mir! Gemeinsam finden wir heraus, an welcher Stelle des Körpers Fehlspannungen und -aktivierungen vorliegen und bringen die Muskeln wieder in ein optimales Zusammenspiel.

Ein zusätzliches Hilfsmittel ist dabei die Selbstentspannung. Im nächsten Artikel zeige ich an zwei Beispielübungen, wie Sie gezielt zu hohe Muskelspannungen reduzieren können. Bleiben Sie gespannt!

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